Tilgungsplan
Datum
1. Oktober 1919
1. Oktober 1920
1. Oktober 1921
1. Oktober 1922
1. Oktober 1923
1. Oktober 1924
1. Oktober 1925
1. Oktober 1926
1. Oktober 1927
1. Oktober 1928

Höhe des Kapitals
14000 M
12600 M
11200 M
9800 M
8400 M
7000 M
5600 M
4200 M
2800 M
1400 M

Zinsen 4 %
560 M
504 M
448 M
392 M
336 M
280 M
224 M
168 M
112 M
56 M

Rückzahlungsdatum
1400 M - 1.10.1920
1400 M - 1.10.1921
1400 M - 1.10.1922
1400 M - 1.10.1923
1400 M - 1.10.1924
1400 M - 1.10.1925
1400 M - 1.10.1926
1400 M - 1.10.1927
1400 M - 1.10.1928
1400 M - 1.10.1929

Schulden der Schulgemeinde Naundorf

An die Bezirksschulinspektion Freiberger-Land

Infolge der neuen veränderten Verhältnisse ist die Schulgemeindekasse Naundorf zurzeit nicht mehr in der Lage, ihren Verpflichtungen voll und ganz nachzukommen. Obwohl der Bedarf der Schule im letzten Haushaltsplan in doppelter Höhe als im Vorjahr aufgestellt worden ist, so hat sich doch gezeigt, dass auch dieser Betrag, infolge Einstellung eines 4. und 4. Lehrers und der Verlegung der vom Staate zu gewährenden Teuerungszulagen, unzureichend ist: Der Schulvorstand bittet, die Aufnahme eines Darlehns aus hiesiger Sparkasse in Höhe von 4000 M genehmigen zu wollen. Dieses Darlehn soll innerhalb der nächsten 4 Jahre ratenweise zurückgezahlt werden.

Naundorf am 10. März 1919

Hermann Mädler - Vorsitzender
Datum Höhe des Kapitals Zinsen 4 % Rückzahlungsdatum

1. April 1919
1. April 1920
1. April 1921
1. April 1922
1. April 1923

4000 M
3200 M
2400 M
1600 M
800 M
160 M
128 M
96 M
64 M
32 M
800 M - 1. April 1920
800 M - 1. April 1921
800 M - 1. April 1922
800 M - 1. April 1923
800 M - 1. April 1924

 

An die Bezirksschulinspektion Freiberger-Land
Naundorf am 26. August 1919

Zur Bestreitung außergewöhnlicher Ausgaben ist die Schulgemeinde Naundorf genötigt ein Darlehn in Höhe von 14000 M aus hiesiger Sparkasse aufzunehmen, um Genehmigung die Bezirksschulinspektion ersucht wird.
Die Höhe des genannten Bedarfs setzt sich wie folgt zusammen.
1) Für den inneren Ausbau des alten Schulhauses zur Herstellung einer Wohnung - 5500 M
2) Umzugskosten des von Seiffen nach Naundorf versetzten Herrn Kantor Schneider - 1300 M
3) Bisherige und erneut verfügte an die 4 Lehrer zu zahlende Teuerungszulagen, welche zu ⅔ auf 6-8 Monate für die Kultusministerialkasse erlegt werden muss - 7200 M
Dieses Darlehn soll mit 4 von Hundert verzinst und innerhalb 10 Jahren in gleichen Raten zurückgezahlt werden.
Für den Fall, dass in den nächsten Jahren durch Eintritt geregelter Verhältnisse die Zahlung von Teuerungszulagen aufhört, soll dadurch freiwertender Betrag zurückgezahlt werden.

Hochachtungsvoll, Hermann Mädler - Vorsitzender des Schulvorstandes


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Quelle: Sächsisches Staatsarchiv Dresden
(Auszug)
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